Schilddrüsenerkrankungen

Die Schilddrüse ist ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ unterhalb des Kehlkopfes. Sie erfüllt im Körper wichtige Funktionen wie die Bildung der Hormone Trijodthyronin und Thyroxin. Die Schilddrüsenhormone wirken sich auf den Energiestoffwechsel, das Herz- Kreislaufsystem und das Wachstum aus. Auch die Psyche steht unter dem Einfluss dieser Hormone.Krankheiten der Schilddrüse, an denen Millionen Deutsche leiden, haben unterschiedlichste Auswirkungen. Dazu zählen beispielsweise: der Kropf, Gewichtszunahme und vermehrtes Schwitzen. Störungen der Schilddrüse treten relativ häufig und nicht selten unbemerkt auf. Oft sind sie ungefährlich und eine Behandlung ist nicht in jedem Fall erforderlich.

Wenn die Schilddrüse zu viele oder zu wenig Hormone produziert, kommt es zu einer Über- oder Unterfunktion. Bei einer Überfunktion treten häufig Nervosität und Konzentrationsstörungen auf. Mögliche Symptome sind auch Schlafstörungen sowie vermehrtes Schwitzen. Die Unterfunktion dagegen verursacht Symptome wie häufiges Frieren und Antriebslosigkeit bis hin zu Depressionen.

Die Fehlfunktionen der Schilddrüse können unterschiedliche Ursachen haben. So kann beispielweise eine Unterfunktion durch beschädigtes Schilddrüsengewebe entstehen, wie es bei Hashimoto-Thyreoiditis häufig vorkommt. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Im Verlauf dieser Krankheit wird das Schilddrüsengewebe durch das körpereigene Immunsystem geschädigt. Für eine Überfunktion ist häufig eine andere Autoimmunerkrankung die Ursache. Die Basedowsche Krankheit führt zu einer vermehrten Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen. Eine weitere mögliche Erkrankung der Schilddrüse ist der Schilddrüsenkrebs. Als Risikofaktor gelten radioaktive Strahlung oder überdurchschnittliche Belastungen von Röntgenstrahlen.

Wer im Familienkreis vermehrte Fälle von Schilddrüsenfehlfunktionen hat, für den kann eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung der Schilddrüse sinnvoll sein. Ansonsten sollte der Arzt informiert werden, wenn der Verdacht auf eine Schilddrüsenfehlfunktion auftaucht. Die meisten Erkrankungen der Schilddrüse sind gut therapierbar. Je nach Art der Erkrankung kommen Medikamente, eine Radiojodtherapie oder ein operativer Eingriff als Behandlungsmöglichkeiten infrage.

Als wichtigste vorbeugende Maßnahme zum Schutz vor Schilddrüsenerkrankungen gilt eine ausreichende Jodaufnahme. Neben Jodsalz, Brot und Milchprodukten zählen Fisch und Meeresfrüchte zu den Dingen, die als Jodlieferanten dienen. Eine Überdosierung ist dabei nahezu ausgeschlossen.