Homöopathie – eine Ganzheitliche Behandlung

„Homöopathie“ kommt aus dem griechischen und wenn es ins deutsche übertragen wird, dann würde es mit „ähnlichem Leiden“ übersetzt werden.
Diese Bezeichnung bezieht sich auf den Grundsatz dieser Lehre, nämlich dass Ähnliches mit Ähnlichem geheilt werden kann.

Der Gründer der Homöopathie
Der Gründer der homöopathischen Lehre war der Arzt Dr. Hahnemann.

Gleiches mit Gleichem behandeln
Zunächst muss für die Ausübung dieser Heilmethode das Wissen über die verschiedenen wirksamen Substanzen vorliegen. Das bedeutet, dass ein Wirkstoff welcher einem Gesunden verabreicht wird bei diesem krankhafte Erscheinungen auslöst. Wird so ein Wirkstoff nun einem Kranken verabreicht, der genau an diesen krankhaften Erscheinungen leidet, dann wird diese Störung mit einem Wirkstoff welcher der Krankheit ähnlich ist behandelt.

Die richtige Potenzierung
Um jedoch Vergiftungen, Nebenwirkungen und Verschlimmerungen von Anfang an auszuschalten, wird der Wirkstoff so lange verrieben und verschüttelt, bis die krankmachende Ursache der Substanz in einen heilenden Reiz umschlägt.
Diese Aufbereitung wird als Potenzierung bezeichnet. Entsprechend der Potenzierung werden die homöopathischen Medikamente verabreicht. Für akute Erkrankungen, z.B. Fieber werden „tiefe“ ( bis D30) Potenzen gewählt, die rasch greifen. Bei chronischen oder bereits länger andauernder Krankheit, z.B. immer wiederkehrende Migräne werden „hohe“ (bis 10000) Potenzen gegeben.

Das erfassen des Leidenszustandes, die Konstitution
Die Heilkunst des Homöopathen liegt nun darin, die Konstitution des Patienten zu erfassen. Der Patient wird in seiner Ganzheit, mit seinem körperlichen Leid, mit seiner Seele und mit seinem Geist in seiner umgebenden Welt wahr genommen.
Die Verfassung des Patienten in seinem momentanen Dasein eröffnet dem Homöopathen die Entgleisung und verschafft somit einen Einblick in die Erkrankung.

Die Anamnese
Die Kunst der Heilung liegt darin wieder Ordnung in diesen Menschen zu bringen! Die Gesundheit eines Menschen ist das ausgewogene Gleichgewicht in den Bereichen Körper-Geist und Seele. Ist diese Ordnung aus den Fugen geraten, dann befindet sich der Mensch in einer Disharmonie und die Folge ist eine Erkrankung.
Die Aufgabe des Homöopathen ist nun den Menschen in seinem momentanen Zustand zu bewerten. Das heißt er muss das krankhafte Bild des Patienten mit dem Bild einer Arznei zusammenfügen, welche letztendlich in der Wirkung übereinstimmen.
In der Homöopathie gibt es daher keine Spezialisierung oder Fachrichtung. Der Mensch ist eins in seinem Ganzen.

Auswahlkriterien der Arznei
Der Homöopath wird niemals bei der Verordnung eines Medikamentes nach dem „warum“ fragen. Sondern bei der Arzneiwahl für Homöopathische Mittel steht immer die Auslösung an erster Stelle.
Wo ist die Störung aufgetreten? (Extremitäten, Bauch, Kopf…)
Wie macht sich die Störung bemerkbar? (Empfindung, Juckreiz, Ausschlag)
Wann ist die Störung aufgetreten? ( Beginn, unter welchen Umständen)

“ Sieh zu wie die Dinge in der Welt beschaffen sind und unterscheide an ihnen Stoffe, wirkende Kraft und den Zweck“ ( Marc Aurel)